theater hautNAH

Jean-Paul Sartre. Aufnahme veröffentlicht 1983. Autor unbekanntJean-Paul Sartre

Der Teufel und der liebe Gott

Inszenierung Rolf Bidinger

In Zusammenarbeit mit

ev. Landeskirche Hessen/Nassau
ev. Johanniskirche Mainz
Schauspielschule Mainz


Termine:
Öffentliche Generalprobe Donnerstag, 5.11.2009
Premiere Freitag, 6.11.2009
Weitere Vorstellungen 7.+ 8.11.2009
Vorstellungen jeweils 19:30 Uhr

Spielort: ev. Johanniskirche Mainz, Johannisstr.
Kartenpreise: 16,00 / 12,00 € (zzgl. Vorverkaufsgebühr)
Generalprobe einheiltlich 12,00 € (zzgl. Vorverkaufsgebühr)
Abendkasse: 17,00 / 13,00 €

Fotos

Kritiken in Presse und Fernsehen

Zum ersten Mal wird dieses Stück in einer Kirche aufgeführt, nämlich in der Johanniskirche zu Mainz. Der Erlös der Vorstellungen wird für die Restaurierung der Johanniskirche zur Verfügung gestellt, denn ein altes Mainzer Kulturdenkmal droht zu verfallen. Die Johanniskirche ist nachweislich die älteste Kirche von Mainz. Elf professionelle Schauspieler haben sich um den Regisseur Rolf Bidinger versammelt, um dieses spannende Stück vor der Kulisse des Altarraums der Johanniskirche entstehen zu lassen.

Inhalt:

Götz, in vager Anlehnung an Götz von Berlichingen, ist ein adliger Feldherr, der stets versucht Böses zu tun um Gott herauszufordern. Während der Belagerung der Stadt Worms gerät der Bäcker und Revolutionär Nasty in seine Gewalt, der ihn davon überzeugt, dass er mit seinem Verhalten nur die vorhandene Ordnung stützt und somit ein Werkzeug der Herrschenden ist. Von da an wandelt sich Götz, versucht nur noch Gutes zu tun und Gott gefällig zu sein. Er verschenkt seine Ländereien an seine Untertanen und errichtet auf seinem Gebiet einen „Sonnenstaat“. Doch auch damit ist ihm kein Erfolg beschieden. Seine Bauern werden erschlagen, weil sie nicht am Aufstand gegen die übrigen Lehnsherren teilnehmen wollen und der Aufstand droht zu scheitern, weil Götz sich weigert ihn anzuführen. Nach einer vernichtenden Niederlage der Aufständischen mit 25.000 Toten erkennt er, dass seine Weigerung die Truppen anzuführen und somit auch für deren Tod verantwortlich zu sein noch viel mehr Tote verursacht hat. Erst als er erkennt, dass Gott nicht existiert und sich von durch ihn gegebenen absoluten Moralvorstellungen löst, erkennt er für sich eine konkrete historische Moral, in der es unumgänglich ist, Leiden zu verursachen um größeres Leiden abzuwenden. Als erste Konsequenz aus dieser neuen Moral übernimmt Götz die ihm angetragene Führung der Aufständischen.

Die Uraufführung fand am 7. Juni 1951 im Théâtre Antoine in Paris statt. Die deutsche Erstaufführung folgte am 30. Oktober 1951 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg in einer Inszenierung von Karl-Heinz Stroux.

Über Jean-Paul Sartre

 

Die Darstellerund ihre Rollen
Max RohlandGötz
Juliana FuhrmannKatharina
Renate Cromm-WankeHilda
Dennis PfuhlNasty
Sergej GößnerHeinrich
Torben FöllmerBischof, Herrmann, Bauer, Bürger
Daniel KröhnertBankier, Karl, Bauer, Bürger
Konstantin KeidelHeinz, Hauptmann, Bauer, Bürger
Josia JacobiProphet, Diener
Rosemarie Schoeneseiffen  Frau, Bürgerin
Rolf BidingerErzbischof


Das Team
RegieRolf Bidinger
Regieassistenz und RequisiteRosemarie Schoeneseiffen  
MusikVolker Ellenberger
ChorKammerchor St. Johannis
Ton und BeleuchtungSven Blobel
KostümeJulia Geisert
MaskeNicole Phillips
FotosCorinna van Eyck
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  Suzanne Zimmermann
Plakatentwurf und Programmlayout  Sebastian Nuss
WebmasterThomas Gottfried
ProgramminhaltHasko Schoeneseiffen


Aufführungsrechte beim Rowohlt Theaterverlag, Hamburg

Eine Produktion des theater hautNAH

unter Mitwirkung und Unterstützung
  des Staatstheater Mainz (Kostüme),
  des Unterhaus Mainz (Gastronomie),
  der Schauspielschule Mainz,
  des Scaramouche, Kinder- und Jugendschauspielschule Wiesbaden,
  der evangelischen Johanniskirche Mainz,
  der evangelischen Landeskirche Hessen-Nassau,
  und der Sartre-Gesellschaft, Berlin